Bio, vegan, regional, paläo und slow food – Hippe Trends oder gesellschaftlicher Wandel?

Omnivore

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Es gibt mittlerweile eine unüberschaubare Zahl von Ernährungsweisen. Zur biologischen und vegetarischen Ernährung sind in letzter Zeit eine Reihe weiterer Ernährungstile populär geworden: vegan, rohköstlich, regional, flexitarisch, slow food und paläo. Während vegan, rohköstlich und regional den meisten bekannt sind, gehören die letzten drei noch eher zu den Exoten. Flexitarier essen zwar alles aber mit Bedacht und reduzieren den Konsum tierischer Nahrungsmittel.   Slow Food ist die Gegenbewegung zum Fast Food und legt besonderen Wert auf eine handwerkliche Lebensmittelzubereitung sowie einen genussvollen Konsum und damit insgesamt eine Entschleunigung unserer Ess- und Kochkultur. Die Paläoernährung erlaubt nur Nahrungsmittel die schon in der Altsteinzeit verfügbar waren u.a. Wildfleisch, Wildfisch, Obst und Gemüse aber keine Milch und Getreideprodukte wie Brot. Auch in Leipzig spiegelt sich diese Entwicklung wider. Mittlerweile gibt es nicht nur Bioläden sondern auch Bio-Supermärkte, Bioverbrauchergemeinschaften (Schwarzwurzel), Bio-Späties (Kiezkontor) und Bio-Gastronomie (Symbiose). Dazu kommen vegane Gastronomie (Vleischerei, Zest, Symbiose), eine Leipziger Slow Food Gruppe. Der Trend zur regionalen Versorgung spiegelt sich unter anderem in den Leipziger Stadtgärten wie z.B. Querbeet oder Annalinde oder dem geplanten Stadtbauernhof aber auch in den Regalen konventioneller Supermärkte wie Rewe. Bisher noch nicht in Leipzig angekommen ist die Paläo-Gastronomie, wie z.B. in Berlin das Sauvage. Bei dieser dynamischen Entwicklung der Ernährungskultur stellt sich einem die Frage: Warum gibt es diese verschiedenen Ernährungstile? Weiterlesen