Aus Sri Lanka: zu Besuch auf der Büffel-Joghurt Farm

IMG_4866Foto oben: hier wurde gerade die mit Milchsäurebakterien angeimpfte Büffelmilch in Tontöpfe gefüllt. Über Nacht entsteht durch Fermentation daraus der Büffel-Joghurt.


Jetzt schreibe ich das erste Mal direkt von Sri Lanka. Ich bin hier mit Patrice Wolger unterwegs, um die Kultur, Küche und die schönen Strände der Insel  zu genießen. Wir wollen aber auch hinter die üblichen Touristenkulissen schauen und lernen, wie hier Lebensmittel angebaut und verarbeitet werden. In der Nähe des ziemlich touristischen aber mit einem malerischen Sandstrand ausgestatteten Surfer-Spot Hikkaduwa waren wir vor einigen Tagen auf einer Büffelfarm zu Besuch. Zuvor waren wir in einem Farmers Shop und haben dort einen wunderbar kremigen Büffel-Yoghurt entdeckt. Diesen haben wir zusammen mit einer perfekt gereiften Papaya und Kitul (das ist eine Art Palmhonig, der aus einer endemischen Palmenart auf Sri Lanka gewonnen wird, und schön karamellig schmeckt) zum Frühstück gegessen. Das war ein tropischer Frühstückstraum. Da wollten wir natürlich genauer wissen, wie dieser leckere Yoghurt entsteht. Der Besitzer des Farmer Shops hat uns den Kontakt vermittelt und so sind wir am nächsten Morgen über eine kleine Straße entlang von Reisfeldern zur Farmer-Familie geradelt.

IMG_4931Die Büffel stehen auf einer unglaublich idyllischen Weide, die von Palmen beschattet wird. Hier grasen die prächtig behörnten schwarzen Mutterkühe mit ihren Kälbern. Hier einfach nur über die Weide zu spazieren war wunderschön. Frühmorgens um sechs Uhr werden die Tiere gemolken. Dann wird die frische Milch, die wir auch probieren durften, eine Stunde lang in einem großen Topf über einem offenen Feuer gekocht. Dadurch wird unter anderem der Wasseranteil reduziert, um einen dickeren Yoghurt zu bekommen. Dann wird der Yoghurt auf Körpertemperatur runtergekühlt. Als nächstes werden Tontöpfe mit Resten des letzten Yoghurt-Ansatzes bestrichen. Dadurch wird die frische Milch mit Milchsäurebakterien beimpft. Dann wird die Milch in die Tontöpfe gegossen und über Nacht stehengelassen. Schwups hat man einen supercremigem Büffel-Yoghurt. Die Milchsäurebakterien fermentieren die Milch ganz ohne viel Zutun zu Yoghurt. Geile Sache! Die nächsten Tage sind wir noch auf Sri Lanka unterwegs, und wenn Ichs schaffe, werde ich auch nochmal von hier schreiben. Zu berichten gibts genug. Tropische Grüße aus Sri Lanka!

 

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