Die Food Assembly Leipzig: ein erster Einblick

IMG_4562Foto Links: Hier seht ihr, was ich heute von der Leipziger Food Assembly mitgebracht habe.


Heute war ich zum ersten Mal bei der Food Assembly Leipzig. Die Food Assembly ist eine Mischung aus einem klassischen Bauernmarkt und einem modernen Internet-Bestellsystem. Man bestellt vorab auf einer Website die Lebensmittel, die man haben möchte und holt sie sich dann an einem festen Ort um eine bestimmte Zeit ab. Die Leipziger Food Assembly findet immer Donnerstags von 17:00 bis 19:00 im Westwerk in der Karl-Heine-Str. 85 statt. Die Verkäufer bringen nur das mit, was wirklich bestellt wurde. Ein Spontan-Einkauf ist also nicht möglich. Der Vorteil ist aber, dass die Verkäufer nicht unnötig Ware hin- und hertransportieren müssen. Der Fokus des Angebotes liegt auf regional produzierten Lebensmitteln innerhalb eines Umkreises von 150 km. Dieses regionale Sortiment wird ergänzt durch direkt gehandelte Importware. Dadurch werden die sogenannten Wertschöpfungsketten vom Anbau über die Verarbeitung bis zum Konsumenten kurz gehalten. Dies erhöht die Transparenz und ermöglicht einen direkten Austausch zwischen Produzenten und Konsumenten. Potenziell kann dieser Ansatz einen verantwortungsvollen Konsum fördern. Auf vielen klassischen Märkten findet man ja mittlerweile nur noch zu einem geringen Teil regionale Ware. Hier soll die Food Assembly Abhilfe schaffen.

Ich habe mir folgendes bestellt und heute abgeholt.

  1. Vom Pfarrgut Taubenheim (alles biozertifiziert): ein Haferrübl Mischbrot (Hafer, Möhre), einen Frischkäse natur, 3 verschiedene Fruchtjoghurts und eine Bauernbutter
  2. Von der Wasserbüffelfarm Dewitz: Leberwurst vom Wollschwein (ja endlich mal wieder ein bisschen Fleisch)
  3. Von Hennigs Biogärtnerei: eine Packung Dinkel und eine Steckrübe

Die Preise könnt ihr dem Bestellschein unten entnehmen. Bisher habe ich nur den Joghurt probiert aber der war sehr lecker.

Bildschirmfoto 2016-02-04 um 20.48.32Foto oben: Die derzeitige Auswahl an Anbietern ist noch klein aber fein.


Das Geschäftsmodell funktioniert folgendermaßen. Vom Umsatz einer Food Assembly gehen 8,35% an den lokalen Gastgeber und 8,35% an die deutsche Food Assembly Zentrale in Berlin. Diese entwickelt und wartet die IT-Infrastruktur, während der Gastgeber die lokale Logistik organisiert.

Die Idee der Food Assemblies kommt ursprünglich aus Frankreich. Dort gibt es nach Auskunft der Karte auf der website schon 713 Food Assemblies. In Deutschland sind es bisher 35. In Leipzig organisiert Urte Grauwinkel die Assembly im Westwerk. Eine weitere Food Assembly ist im HAL Atelierhaus in der Hildegardstraße 49 geplant.

Ich finde, dass die Idee der Food Assemblies ein durchaus beachtenswert innovativer alternativer Ansatz für den Vertrieb von Lebensmitteln ist. In dem Konzept steckt einiges an Potential einen Beitrag dafür zu leisten, dass unser Ernährungssystem zukunftsfähig gestaltet wird.

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